Dec 28, 2022
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Volkszählung: Zensus 2022: Alle Fakten und Infos im Überblick

Written by Dominik Zubel


Seit dem 15. Mai führten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder wieder eine Volkszählung durch – erstmals seit 2011. Bis Mitte November fand parallel zur Hauptbefragung eine Wiederholungsbefragung statt. Insgesamt sollten mehr als 30 Millionen Bürgerinnen und Bürger bundesweit befragt werden, um zu erfahren, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Was genau ist der Zensus eigentlich? Alle Antworten finden Sie hier.

Was ist der Zensus 2022?

Der Zensus ist eine Volkszählung, die in einem Rhythmus von zehn Jahren in Deutschland durchgeführt wird. Der Zensus zählt nicht nur die in Deutschland lebenden Menschen, sondern gibt nach Auswertung auch Aufschluss über die Demografie Deutschlands, also zum Beispiel über das Geschlecht, Alter, die Wohnsituation und Staatsbürgerschaft der Einwohner. Dafür werden unter anderem die Daten aus den Melderegistern herangezogen und ungefähr zehn Prozent der Bevölkerung befragt.

Wer wurde befragt?

11,7 Millionen Menschen wurden bei den Haushaltsbefragungen des Zensus befragt. Zusätzlich wurde beim Zensus eine Gebäude- und Wohnungszählung durchgeführt. Dafür wurden rund 23 Millionen Eigentümer, Verwaltungen und Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Wohnungen oder Gebäuden ausgewählt. Insgesamt sollten demnach über 30 Millionen Befragungen durchgeführt werden. Etwa 100.000 Erhebungsbeauftragte, sogenannte Interviewer, waren ab dem 15. Mai dafür unterwegs.

Laut der Pressemitteilung vom 14. Dezember 2022 sind über 30 Millionen Meldungen beim Statistischen Bundesamt eingegangen. Die persönlichen Befragungen wurden bereits Anfang August beendet. 

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Wann fand die Volkszählung statt?

Stichtag der Zählung war der 15. Mai 2022. Die Hauptbefragung wurde von Mai bis August durchgeführt. Die Ergebnisse der anonymisierten Daten werden Ende 2023 ausgewertet und dann verfügbar sein.

Wie fand die Befragung des Zensus 2022 statt?

Die zufällig ausgewählten Personen wurden von den Interviewern mit einem Anschreiben und einer Terminankündigungskarte benachrichtigt. Vor Ort wiesen sich die Interviewer mit einem Ausweis für Erhebungsbeauftragte und einem Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass) aus. 

Bei der kurzen Befragung wurden zum Beispiel Vornamen, Nachnamen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Haupt- und Nebenwohnsitz aller Haushaltsmitglieder abgefragt. Die Daten der anderen Haushaltsangehörigen konnten stellvertretend von einer volljährigen Person angegeben werden.

Die fünf- bis zehnminütige Befragung endete für einen Teil der ausgewählten Personen vor Ort. Der andere Teil erhielt von den Erhebungsbeauftragten die Zugangsdaten für eine ergänzende Online-Befragung. 

War der Zensus Pflicht?

Beim Zensus 2022 bestand eine Auskunftspflicht, die Volkszählung war damit nicht freiwillig. Die Auskunftspflicht sei notwendig, um eine hohe Qualität und Genauigkeit der Ergebnisse des Zensus zu gewährleisten. Diese Daten seien Grundlage für wichtige politische Entscheidungen, sagte Katja Wilken, Gesamtprojektleiterin des Zensus 2022.

Was passiert, wenn ich beim Zensus 2022 nicht mitgemacht habe?

Die Personen, die ausgewählt wurden und nicht an der Befragung teilnahmen, wurden mehrmals erinnert. Wer nach mehrmaliger Erinnerung weiterhin nicht an der Befragung teilnahm, musste mit Zwangs- oder Bußgeldern rechnen, deren Höhe vom jeweiligen Bundesland festgelegt werden.

Faktencheck: Was durften mich die Erhebungsbeauftragten fragen?

Rund um das größte Projekt der amtlichen Statistik gibt es viele Fragen und Informationen – aber auch Desinformationen. Um Missverständnissen oder absichtlichen Fake-News entgegenzuwirken, ermöglicht die offizielle Seite des Zensus 2022 einen Faktencheck. Dort werden falsche Informationen richtiggestellt. So durften etwa die Interviewer weder den Personalausweis noch die Bankkarte oder eine Unterschrift von Personen verlangen.

Mehr: Zensus 2022: Welche Daten der Staat von der Bevölkerung erheben will

Erstveröffentlichung: 24. Mai 2022, 17:51 Uhr



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Politik

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