Oct 24, 2022
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Konjunktur: Zukunftsaussichten der Unternehmen trüben sich weiter ein – Rezession wird wahrscheinlicher

Written by pinmin


Container und Tankwagen

Die Einkäufer in Deutschland melden zum vierten Mal in Folge schlechtere Aussichten.



(Foto: dpa)

Berlin Die deutsche Wirtschaft hat ihre Talfahrt im Oktober angesichts der Energiekrise beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – sank um 1,6 auf 44,1 Punkte. Das sei der niedrigste Stand seit den ersten Corona-Lockdowns Anfang 2020, teilte der Finanzdienstleister S&P Global am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 800 Unternehmen mit.

Damit liegt das an den Finanzmärkten viel beachtete Barometer klar unter der Marke von 50, ab der es ein Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatte nur einen Rückgang auf 45,3 Zähler erwartet. „Die Anzeichen für eine bevorstehende Rezession in der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone haben zugenommen“, kommentierte S&P-Ökonom Phil Smith die Entwicklung.

Besonders stark sanken die Industrieaussichten. Sie verschlechterten sich so stark wie zuletzt vor knapp zweieinhalb Jahren. „Verantwortlich hierfür waren die hohen Energiekosten und die anhaltend schwache Nachfrage nach Industrieerzeugnissen“, hieß es dazu von S&P Global.

Bei den Dienstleistern beschleunigt sich dagegen die Talfahrt nur leicht. Die Aussichten bleiben insgesamt stark eingetrübt. „Der starke Preisdruck, die steigenden Zinsen und die zunehmende Ausgabenzurückhaltung der Kunden aufgrund von Rezessionsängsten sorgten dafür, dass der Auftragseingang in Industrie und Servicesektor jeweils das höchste Minus seit Mai 2020 auswies“, betonten die Experten.

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Zumindest einen Lichtblick gab es aber. „Trotz des Wachstumsrückgangs und der ausgesprochen düsteren Geschäftsaussichten ist das Beschäftigungsniveau noch nicht gesunken, was auf die Widerstandsfähigkeit des deutschen Arbeitsmarktes hindeutet“, sagte Smith. So seien die Firmen bereit, ihre Personalstärken beizubehalten teilweise aufzustocken. Und das, obwohl die Unternehmen mit hohen Kosten – einschließlich der Löhne – und einer immer wahrscheinlicher werdenden Rezession konfrontiert seien.

Einen ähnlichen Trend gibt es auch im gesamten Euroraum. Energiekrise und Rekordinflation bremsen die Wirtschaft aktuell so stark aus wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die Währungsunion fiel um 1,0 auf 47,1 Zähler. Auch hier war die Industrie Treiberin des Rückgangs.

Mehr: Ein Viertel aller Unternehmen plant wegen hoher Energiepreise Jobabbau – 17 Prozent wollen Geschäfte aufgeben



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