Feb 22, 2023
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Rug Pulls: Diese 5 Red Flags sollten Krypto-Investoren kennen

Written by pinmin

Eine alte Weisheit bei der Kapitalanlage lautet: Wenn ein Projekt zu schön aussieht, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Das gilt auch in der Kryptobranche. Zu den beliebtesten Betrugsmaschen von Cyberkriminellen gehören sogenannte “Rug Pulls”. Dabei verleiten die Betrüger ihre Opfer dazu, in ein Projekt zu investieren und geben dieses dann schlagartig auf. Die Investoren werden mit leeren Händen zurückgelassen, während sich die Entwickler längst aus dem Staub gemacht haben. Allerdings gibt es eine Reihe von Anzeichen, mit deren Hilfe Anleger einen möglichen Betrug erkennen können, um sich zu schützen. Um zu verstehen, wann beim Investieren in Kryptoprojekte die Alarmglocken klingeln sollten, lohnt ein Blick auf die Betrugsmasche.

Was sind “Rug Pulls” und wie funktionieren sie?

In der ersten Phase eines Rug Pulls müssen die Betrüger es schaffen, Investoren anzulocken. Dabei werden meist hohe Renditeversprechen gemacht. Die Projekte werden zum Beispiel mit irreführenden Marketing-Websites, erfundenen Roadmaps oder gefälschten Partnerschaften beworben. In den meisten Fällen kommt das Betrugsprojekt mit einem eigenen Token daher. Anleger werden durch hohe Gewinnerwartungen geblendet und zum Token-Kauf animiert. Das geschieht teilweise schon lange, bevor das Projekt überhaupt gestartet wurde. Bei Presales können Investoren etwa in der Frühphase eines Projekts zu besonders günstigen Preisen einsteigen.

Haben die Kriminellen genug Kapital akkumuliert, beginnt die zweite Phase. Diese kann im Detail verschieden ausgestaltet sein, führt aber immer zum selben Ergebnis. Die Investoren werden um ihr Geld gebracht. Dabei gibt es zwei gängige Methoden.

Soft Pull vs. Hard Pull

  • Soft Pulls: Die Entwickler eines Kryptoprojekts können festlegen, wie viele Token geprägt werden sollen. Dabei können sie auch darüber verfügen, wie viele ihrer Coins an die Investoren ausgegeben werden und welchen Anteil sie selbst behalten. Der Preis eines Tokens wird mitunter dadurch beeinflusst, wie viele Coins im Umlauf sind und somit gehandelt werden können. Bei einem Soft Pull halten die Betrüger einen wesentlichen Teil der Token selbst und liquidieren dann ihre Bestände ohne Vorwarnung. Infolge bricht der Kurs zusammen und die Token der Anleger sind nur noch einen Bruchteil wert.
  • Hard Pulls: Bei Hard Pulls wurden die Token auf bestimmte Weise manipuliert. Zum Beispiel mittels Code-Schnipseln im manipulierten Smart Contract, die es anderen unmöglich machen, den Token zu verkaufen (Honeypots). Die Entwickler könnten auch eine versteckte Möglichkeit in den Code einbauen, um unbegrenzt neue Token zu prägen (Hidden Mints), oder Verkaufsgebühren von bis zu 100 Prozent verlangen (Hidden Fee Modifiers). Nicht selten bauen die Entwickler auch sogenannte Backdoors, also versteckte Hintertüren in den Smart Contract ein, um sich dann über Nacht aus dem Staub zu machen und die komplette Liquidität in einem Kontrakt abzuziehen.

Diese 5 Dinge solltest du beachten

Beim Investieren in Krypto-Projekte gibt es eine Reihe von Indikatoren, die auf einen möglichen Rug Pull hinweisen können. Diese fünf Red Flags sollte jeder Anleger auf dem Schirm haben, um einen möglichen Betrug abzuwenden.

Überzogenen Renditeversprechen:

Genau wie in der klassischen Finanzwelt, ist auch im Kryptosektor Vorsicht bei Projekten geboten, die mit außerordentlich hohen Renditen werben. Investoren sollten die Rentabilität des Projekts selbst einschätzen und sich nicht von anderen Akteuren Dollarzeichen in die Augen zaubern lassen. Ein Blick auf das Whitepaper und die Roadmap kann dabei eine erste Hilfestellung geben. Es gilt die Faustregel: hohe Rendite gleich hohes Risiko.

Anonymes Entwicklerteam:

Ein weiterer Warnhinweis ist ein nicht verifiziertes Entwicklerteam. Anleger sollten in Eigenrecherche Informationen über die beteiligten Personen einholen. Bei Rug Pulls bleiben die Entwickler häufig unbekannt oder treten mit Fake Accounts auf der Projekt-Website in Erscheinung. Ein anonymes Entwicklerteam ist zwar kein Ausschlusskriterium, sollte Investoren jedoch alarmieren. Es lohnt sich diesbezüglich etwas Rechercheaufwand zu betreiben, um etwaige Ungereimtheiten zu identifizieren.

Onlineauftritt und Social Media:

Auch der Zustand der Projekt-Website und anderer Kanäle des Projekts können ein Indiz auf einen potenziellen Rug Pull sein. Ein solides Projekt spart in der Regel nicht am Onlineauftritt. Websites von Projekten mit betrügerischen Absichten dienen der Fassade. Eine billig gestaltete Website oder fehlerhafte Funktionalitäten sollte Anleger hellhörig werden lassen. Gleiches gilt für Social-Media-Beiträge. Befremdliche oder übermäßig relativierende Aussagen und Texte mit Chatbot-Charakteristik können ein Alarmsignal sein.

Tokenomics:

Zudem ist ein Blick auf die Verteilung der Token im Projekt bei einer Investition sinnvoll. Wie viele Token sind im Umlauf? Wie viele davon halten die Entwickler. Gibt es Bestände, die über einen gewissen Zeitraum eingefroren werden?

Alles zum Thema Tokenomics erfährst du in diesem Artikel.

Der Smart Contract:

Auch eine Untersuchung des Smart Contracts, der einem Token zugrunde liegt, ist empfehlenswert. Natürlich übersteigt das selbstständige Überprüfen des Codes die Expertise nahezu aller Investoren. Dennoch kann auch an dieser Stelle eine Kontrolle sinnvoll sein. Positiv zu bewerten ist zum Beispiel, wenn der Code Open Source ist. Somit ist er für alle einsehbar. Wenn man selbst nicht in der Lage ist, den Code auszulesen, um eventuelle Hintertürchen zu identifizieren, so kann man immerhin auf die Expertise eines Dritten zurückgreifen. Darüber hinaus gibt es einige Firmen, die sich auf die Bewertung des Codes spezialisiert haben und die Smart Contracts via Audits auf mögliche Risiken untersuchen. Auch hier gilt wie bei allen anderen Investitionsindikatoren: “Do your own Research!”

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