Nov 15, 2022
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ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Written by pinmin


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland höher als erwartet

Die Konjunkturerwartungen von institutionellen Anlegern und Finanzexperten für Deutschland sind im November deutlicher als erwartet gestiegen. Der von Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhobene Index erhöhte sich auf minus 36,7 (Oktober: minus 59,2) Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf nur minus 50,0 prognostiziert. “Dies dürfte vor allem mit der Hoffnung auf einen baldigen Rückgang der Inflationsraten zusammenhängen”, schreibt ZEW-Präsident Achim Wambach in der Veröffentlichung.

Eurozone-BIP wächst im dritten Quartal um 0,2 Prozent

Das Wachstum der Eurozone-Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2022 angesichts hoher Energiekosten und steigender Zinsen deutlich verlangsamt. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 (Vorquartal: 0,8) Prozent. Damit wurde die erste Schätzung vom 31. Oktober bestätigt, womit auch von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte gerechnet hatten.

Eurozone weist Handelsbilanzdefizit aus – Energieimporte verteuert

Die Eurozone hat im September ein Handelsbilanzdefizit verzeichnet, da die Importe aufgrund hoher Energiekosten sprunghaft gestiegen sind. Das Defizit der Eurozone bei Waren belief sich auf 34,4 Milliarden Euro verglichen mit einem Überschuss von 6,7 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete.

IEA: Sanktionen gegen Russland verknappen Ölangebot

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) rechnet damit, dass westliche Sanktionen, die in den nächsten Wochen in Kraft treten, mehr als 1 Million Barrel russischer Ölexporte pro Tag betreffen werden. Moskau werde sich bemühen, die Lieferungen anderweitig umzuleiten, was die globalen Energiemärkte weiter verknappen dürfte, erklärte die IEA in ihrem Monatsbericht.

Erster deutscher Anleger für Spezialschiffe mit Flüssiggas fertiggestellt

In Wilhelmshaven ist am Dienstag die erste Anlegestelle für Spezialschiffe mit Flüssiggas (LNG) in Deutschland eingeweiht worden. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) betonte, der neue Anleger sei nur 194 Tage nach dem ersten Rammschlag fertiggestellt worden. Er sei “ein großer Schritt für mehr Versorgungssicherheit”.

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger erwartet Windkraft-Boom

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erwartet in seinem Bundesland einen Windkraft-Boom. “In wenigen Jahren wird sehr viel passiert sein”, sagte Aiwanger im Bayerischen Rundfunk mit Blick auf die anstehende Lockerung der umstrittenen 10-H-Regelung. “Da geht jetzt ein richtiger Boom los.”

Scholz sieht große Fortschritte beim G20-Gipfel auf Bali

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass die Gruppe 20 führender Volkswirtschaften und Demokratien (G20) in einer Abschlusserklärung mehrheitlich den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilen werden. Bedeutsam sei zudem, dass sich die Länder auf ihrem zweitägigen Gipfel auf der indonesischen Insel Bali gegen den Einsatz von Atomwaffen aussprechen werden. Mit dieser weitgehenden Geschlossenheit der G20 sei zu Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine Ende Februar nicht zu rechnen gewesen, so Scholz. Insgesamt zeichne sich ab, dass das Treffen trotz bedrückender Rahmenbedingungen ein “ganz erfolgreich verlaufender Gipfel” sei.

Deutschland will mit zwei neuen Fonds Wasserstoffwirtschaft voranbringen

Deutschland will den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft gemeinsam mit Schwellen- und Entwicklungsländern vorantreiben. Dazu sollten zusätzlich 550 Millionen Euro bereitgestellt werden, kündigten der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Wenzel (Grüne), und Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) auf der UN-Klimakonferenz in Sharm el-Scheich an.

Habeck baut Wirtschaftsministerium um, holt Top-Ökonomin Bartsch – Kreise

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) strukturiert sein Haus um. Aus Kreisen des Ministeriums hieß es, er wolle so das Wirtschaftsministerium in der Energie- und Wirtschaftskrise sowie bei Zukunftsaufgaben schlagkräftiger machen. Habeck hat zudem die Top-Ökonomin Elga Bartsch ins Ministerium geholt. Die frühere Europa-Chefvolkswirtin der Investmentbank Morgan Stanley und ehemalige Spitzenökonomin beim Vermögensverwalter Blackrock soll künftig die Abteilung Wirtschaftspolitik leiten. Diese Personalie muss noch vom Bundeskabinett bestätigt werden.

EU kündigt Verschärfung von Emissionsziel auf minus 57 Prozent bis 2030 an

Die EU hat auf der UN-Klimakonferenz eine Verschärfung ihrer Verpflichtungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen angekündigt. Nach dem derzeitigen Beratungsstand über zusätzliche Klimaschutzanstrengungen “wird dies die Emissionskürzungen auf mindestens 57 Prozent bringen”, sagte Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans am Rande der Beratungen in Scharm el-Scheich. Bisher hatte die EU ein Minus um 55 Prozent bis 2030 angestrebt, verglichen mit dem Stand von 1990.

Deutschland beginnt mit Ausbildung von 5.000 ukrainischen Soldaten

Deutschland beginnt mit der Ausbildung tausender ukrainischer Soldaten im Rahmen einer neuen EU-Mission. “Wir planen, bis nächsten Juni alleine eine Größenordnung von 5.000 Soldaten auszubilden in den unterschiedlichsten Fähigkeiten, also im Brigade-Format”, sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) am Rande eines Treffens mit ihren EU-Kollegen in Brüssel. Es könne “sofort losgehen”, fügte sie hinzu. Lambrecht sagte weiter, die ukrainischen Soldaten sollten “an unterschiedlichen Standorten” in Deutschland geschult werden.

Experte rechnet mit Niederlage Russlands im kommenden Jahr

Der Militärökonom und Osteuropaexperte der Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, Marcus Matthias Keupp, geht von einer militärischen Niederlage Russlands im Angriffskrieg gegen die Ukraine im kommenden Jahr aus. “Der Abzug aus der Stadt und der Oblast Cherson zeigt, dass der Krieg bereits strategisch entschieden ist”, sagte Keupp im Interview mit Zeit Online. “Ich rechne mit einer Niederlage Russlands im kommenden Jahr, vielleicht im September oder Oktober.” Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordnete Teilmobilmachung habe die Schlagkraft nicht erhöht.

UNO: Weltbevölkerung wächst auf acht Milliarden Menschen an

Die Weltbevölkerung überschreitet am Dienstag nach UN-Schätzungen die Schwelle von acht Milliarden Menschen. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem “Meilenstein”. Die Geburt des achtmilliardsten Menschen sei ein Anlass, um “Vielfalt und Fortschritt zu feiern und gleichzeitig die gemeinsame Verantwortung der Menschheit für den Planeten zu bedenken”, erklärte er.

+++ Konjunkturdaten +++

Niederlande BIP 3Q -0,2% gg Vorquartal – CBS

Niederlande BIP 3Q +3,1% gg Vorjahr – CBS

DJG/DJN/AFP/apo

(END) Dow Jones Newswires

November 15, 2022 07:30 ET (12:30 GMT)



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